Das
Laden der Bilder kann etwas dauern - aber es lohnt sich!
Donnerstag,
18.12.2003
- Endlich soll es mal wieder zu unseren benachbarten Freunden nach Österreich
auf Tour gehen.
- Die geplante Abfahrt ist am Donnerstag für 22h00 angesetzt, denn
wir wollen die Nacht über die knapp 1.000 km von Hamburg nach Wien
durchfahren.

- Die Mitreisenden sind Pyogenesis und Crew, deren Band Montreal (Ex-Financial
Freaks) uns bei zwei Konzerten auf dieser Tour supportet.
- Peter, Max Power und Briefmarke schmökern in dessen Geburtstagsgeschenk,
einem Schimpfwörter-Nachschlagewerk mit 2981 Schimpfworten, daß
er von Flo zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Hier findet die Beleidigung
"Kackfass" besonderen Anklang!
- Die Abfahrt verzögert sich wie gewohnt und so kommen wir erst um
2h15 morgens los, da wir noch flink einen Subwoofer in den Bus eingebaut
haben.
Freitag, 19.12.2003
- Kurz vor der Grenze kaufen wir noch eine Österreichische Autobahn
Vignette und stellen beim Aufkleben fest, daß bereits eine gültige
angebracht ist, da mit unserem Bus gerade eben noch die Donots in Österreich
unterwegs waren.
- Wir vertreiben uns mit dem lesen und betrachten einschlägiger Tageszeitungen
bzw. deren Seite 3 sowie allerhand Unsinn die Zeit.

- Dadurch auch die Österreichische Polizei auf uns aufmerksam wird
und uns mitten auf der Autobahn anhält. Bei uns ist das ja mitlerweile
fester Bestandteil mehrtägiger Konzertreisen, Höhepunkt und
Klassiker zugleich.
- Gegen 12h mittags kommen wir in Wien an und gehen erst mal ins Hotel
um uns frisch zu machen.

- Porno und Flo ergötzen sich ertmal ausgiebig am nostalgischen Jahrundertwende-Aufzug.

- Danach gehts ab in den Club, die Szene Wien. Soundcheck, Abendessen,
Showtime!



- Unser Konzert dauert über 2 Stunden und wir holen wieder diverse
Fans auf die Bühne um unsere Biervorräte zu minimieren.


- Das obligatorische Stagediving darf natürlich auch heute nacht
nicht fehlen. Wobei noch zu erwähnen sei, daß bei den weiblichen
Divern auch diesmal wieder schamlos an die Möpse und den Po gegrabscht
wurde.
- Aufgrund der brillianten Stimmung senkt Flo mit ausreichend Schnaps
im Kopf die CD Preise zur hellen Freude von Merchandiser Porno auf 8 Euro.
- Beim Konzert war auch immer wieder vom Erstlingsopfer Stefan die Rede
der hier zu sehen ist.

- Nach dem Konzert fahren wir noch in den Wiener Club Chelsea, wo wir
uns mit Bekannten treffen.
- Gegen 4h30 begeben sich Gitarrist Peter, Trommelkönig Briefmarke
und Flo ins Hotel mit dem Versuch sich dort noch zu unterhalten. Aber
da haben sie die Rechnung ohne den Wirt (oder gerade doch mit dem gemacht).
Ausser unverständlichem Gegacker und Gekicher ist aus den Dreien
nichts mehr rauszuholen und so endet deren Abend mit nonverbaler Konversation
;-)

- Ganz im Gegenteil zu Merchandiser Porno und Drumroadie Max Power, die
erst gegen 7h den Weg zurück ins Hotel finden um dort noch bis halb
9 in der Lobby zu quatschen bevor sie ihr Frühstück einnehmen.
Samstag,
20.12.2003
- Um 9h ertönt der Weckruf der Rezeption und gegen 10h machen wir
uns auf den Weg nach Graz.
- Sichtlich geplättet vom Vortag schälen wir uns dort aus dem
Bus, laden das Equipment aus und machen Soundcheck.

- Auf dieser Veranstaltung - einer Benefizgala - werden 22 Bands und Kabarettisten
auftreten. Unsere Spielzeit beträgt gerade mal 25 Minuten. Damit
sind wir allerdings auch eine der beiden Bands, die am längsten auf
der Bühne stehen. Auch unsere Showtime um 21h30 ist perfekt.
- Nach dem Soundcheck gehen wir noch ins Hotel, das sich als 3 Sterne
Palast entpuppt, wo Bassist Yonas und Max Power erst mal ausgiebig Gebrauch
von der Sauna machen. Der Luxus, der sich uns in jeder Hinsicht an diesem
Tag bietet ist dekadent! Jeder von uns hat ein Doppelzimmer.
- Das Catering ist vom allerfeinsten und es mangelt uns an nichts. Wir
sind eine Rockband, keine Präsidenten.



- Wer eine Vorstellung davon hat was 100g Parmesan kosten kann sich ja
mal ausrechnen, was das hier kostet!

- Bei unserem Konzert ist der Saal zur Hälfte (nämlich die direkt
vor der Bühne) bestuhlt. Dort sitzen vorrangig ältere Herrschaften,
die mit unserem Krach nicht allzuviel anfangen können. Aber wir haben
sie alle wachgerüttelt!

- Als einzige Band die etwas härter ist kommen wir uns zeimlich exotisch
vor und machen uns einen Spass daraus alles noch härter und schneller
und rauher zu spielen. Sogar Flos Gesang erinnert stellenweise an die
früheren Tage von Pyogenesis.




- Am Ende mussten sie sogar aufstehen und wie beim Überfall die Hände
hochnehmen. Die haben uns bestimmt für bekloppt gehalten.

- Trotz allem kommen wir gigantisch an und müssen noch eine ausserplanmäßige
Zugabe spielen. Wer weiss vielleicht verbirgt sich ja in der Bevölkerungsschicht
60+ eine ungeahnte Zielgruppe für uns.


- Nach der Show machen wir erst mal wieder alle Schleusen auf und ein
nicht enden wollender Strom an Alkohol fließt unsere durstigen Kehlen
hinab.
- Gegen 22h30 finden wir uns in unserem Backstageraum zu unserem alljährlichen
Weihnachtswichteln.
- Pyogenesis Weihnachtswichteln ist wenn jeder etwas kauft, das kein Mensch
gebrauchen kann und es nachher an einen Pyogenesen verschenkt.
- Hier die Liste der Schenker -> Beschenkte (und das Geschenk)
Bassist Yonas -> Porno (Indische Musikkassette & eine häßliche
Holzflöte)
Schlagzeuger Briefmarke -> Hirsch (Spritzpistole für Sahne und
Gebäck)
Merchandiser Porno -> Peter (10teiliges Haarschneideset mit Rasierer,
Kamm und Schere)
Tourleiter Thorsten -> Flo (Pistole mit Boxhandschuh vorne dran - saudämlich)
Drum Roadie Max Power -> Briefmarke (Auto PEZ Drop-Spender)
Gitarren Roadie Hirsch -> Thorsten (Mütze mit bestickter Didl
Maus)
Gitarrist Peter -> Onk (Sparschwein und Saddam Hussein Kassette)
Lichttechniker Onk -> Max Power (Weihnachtsbaum Discokugeln)
Sänger Flo - Yonas (Taschenübersetzer & Kartenspielfeuerzeugschlüsselanhänger)

- Heute wird eine Erweiterung des Regelwerkes verabschiedet: Der Beschenkte
muss sein Geschenk einen Monat lang immer bei sich haben. Bei der genaueren
Betrachtung der einzelnen Wichtelerrungenschaften stellen sich ab jetzt
beim ein oder anderen lange, fragende Gesichter ein!

- Vor lauter Ärger über die bevorstehenden vier Wochen ruft
irgendwer "Max Power - tanz!"
- Und
er tanzt!

- Während sich unsere Crew hingebungsvoll um die lokalen Schönheiten
kümmert (nicht vergessen Ihr lieben, da hat der Staatsanwalt noch
den Daumen drauf, Ihr macht Euch strafbar), ...

... lassen Briefmarke und Flo sichtlich erfreut die Heerscharen von Presse
in die heiligen Backstageräumlichkeiten


- Am Ende soll es sogar noch eine Akkapella-Version von "I Feel Sexy"
gegeben haben (ganz gruselig!). Man beachte den fragenden Blick des Herrn
vom Radio (der mit dem Mikro - in der Mitte)

- Ab jetzt kam das, was wir eigentlich am besten können: Saufen!

- Und das ohne den Blick für´s Wesentliche zu verlieren - ein
Jazzmusiker hat sich so jämmerlich im Catering übergeben, daß
allen anderen (ausser uns natürtlich) auch speiübel wurde.

- Wir sehen das eher sportlich und bemühen uns den Jazzer zu übertrumpfen,
was uns angesichts seines ausgeprägten Vorsprungs einfach nicht gelingen
mag.
- Wir nehmen noch einen kleinen nächtlichen Imbiss am reich gedeckten
Mitternachtsbuffett zu uns.

- Nach dieser fantastischen Aftershowparty fahren wir mit dem Taxi in
unser exquisites Nachtdomiziel.

- Dort treffen wir an der Rezeption den Österreichischen Comedian
Hader, der in der Alpenrepublik einen Status wie Mittermeier in Deutschland
genießt (man beachte bitte auch die Uhren!).
- Ein paar Fotos muß der Ärmste noch über sich ergehen
lassen.
- Wir sind durch die ausgeprägte Einwirkung von Alkohol schon auffällig
schmerzfrei und fuchteln sehr zum Leidwesen von Hader schon wieder wie
wild mit unseren dämlichen Wichtelgeschenken umher.

- Wir haben uns dann noch gegenseitig zum CDs-Tauschen Adressen gegeben
und waren am nächsten Morgen recht überrascht, daß der
lieber Josef Hader nicht auf den Zettel "Fickt Euch Ihr besoffenen
Schweine, meine Adresse kriegt Ihr nie - HAHA!!" geschrieben hat.
- Dann
gehen wir endlich schlafen.
Sonntag,
21.12.2003
- Sichtlich müde quälen wir uns aus den Betten und kriechen
förmlich in den Frühstückssaal des Hotels.
- Der alkohol- und zigarettenbedingte Belag auf unseren Zungen wollen
die Freude am Frühstück nicht so recht aufkommen lassen.


- Die 670 km lange Fahrt ins Schwäbische Aalen wird durch einen Raststättenaufenthalt
unterbrochen, bei dem Drumroadie Max Power durch seinen nächtlichen
Besuch der Haarfee von sich Reden macht.
- Zu essen gibt es die göttlich triefenden Raststättenpommes
und (ach sieh mal einer an) kein Bier?

- So wie Max Power aus dem Bus gekrochen kam klettert er auch wieder rein.
- In Aalen angekommen machen wir erst mal Soundcheck und stellen anschließend
fest, daß für die drei Vegetarier Flo, Peter und Hirsch nix
zu essen da ist. Also machen wir uns auf den weg in den vom Veranstalter
empfohlenen, nahegelegenen Imbiss - Erlebnisgastronomie ist ein passenderer
Ausdruck!
- Leider hat Hirsch den Fotoapparat mal wieder nciht dabei, so daß
die schönen Bilder der Einrichtung und des Bewirtenden Personals
sowie diverse Hinweisschilder leider ausfallen. Netterweise hat sich Hirsch
spontan angeboten per Telefon alle details orginalgetreu zu beschreiben
(was für ein Vollidiot!) - also scheut Euch nicht ihn einfach anzurufen
und Euch dieses exquisite Restaurant beschreiben zu lassen. Nur keine
Hemmungen: (+49) 040 88951146 (bei Nichterreichen gerne
auch öfter probieren).
- Anschließend geht es zurück in den Kneipenclub, wo Montreal
eine traumhafte Chaosshow hinlegen, bei der so ziemlich alles schief geht,
trotzdem spielen sie sich dadurch, wie sie mit der Situation umgehend
in die Herzen der Zuschauer.
- Als wir dran sind feiern wir mit den angereisten Fans eine Traumhaft
schöne Party feiern.
- Wir
setzen uns mitten ins Publikum an die Tische und spielen unter ihnen unsere
Songs.

- Unterbrochen von Max Powers Tanzeinlagen (der mit seiner Frisur endlich
wieder im reinen war) wanderten wir ein paar Meter auf unseren Barhockern
weiter und landeten auf der Tanzfläche.

- Barmann Maik mach sich durch das ausgeben von Schnaps und Sekt/Red Bull
gleichermaßen verdient wie auch beliebt.
- Flo hat sich durch handschalg jedem einzelnen zuschauer vorgestellt
und briefmarke trommelte im stehen (die anderen übrigens im sitzen)
- Alles in allem dauerte die Show ca. 2,5 Stunden und war eines der gleichermaßen
bizarrsten als auch amüsantesten Konzerte in der Geschichte von Pyogenesis.
Diese drei Konzerte waren ein absolut würdiger Abschluß des
Pyogenesis Konzertjahres 2003. Und wenn das nächste Jahr so anfängt,
wie dieses aufgehört hat, freuen sich alle schon jetzt ein zweites
Loch in´n Arsch ;-).

Seit
gewarnt - nach einem solch brillianten Wochenende - wir kommen wieder!
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